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Veranstaltungssicherheit im riskanten Wandel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vabeg Eventsafety D   
27.12.2011

Veranstaltungssicherheit im riskanten Wandel
Risiko durch mehr Eigenverantwortung der Veranstalter und Lockerung der Bauordnung

Kaum ein Thema hat 2010 Behörden, Sicherheitsgewerke aber auch Besucher mehr in Atem gehalten wie die Sicherheit und das Risiko von (Groß-) Veranstaltungen.

Auslöser hierfür war das Unglück auf der Loveparade am 21. Juli 2010 wo 21 Menschen starben und 500 verletzt wurden.

Das Unglück verdeutlichte, dass selbst solche Großveranstaltungen nicht ganzheitlich geplant werden und teils mit enormen politischem Druck umgesetzt werden und die Sicherheit dabei oft auf der Strecke bleibt.

MBO – riskante Änderung

Baurechtlich kam aufgrund des Unglückes nun Bewegung in das Thema Sicherheit, allerdings durch Lockerung von Regelwerken, in eine riskante Richtung.  Nach aktuellem Vorschlag der Bauministerkonferenz in der Muster-Bauordnung, sollen zukünftig nahezu alle temporären Veranstaltungen nicht mehr durch die Baubehörde genehmigt werden, sondern nur noch Ordnungspolizeirechtlich.  Dies bedeutet dass für temporäre Veranstaltungen dann keine Versammlungsstättenverordnung (VStättV(O)) mehr anzuwenden ist. Aufgrund dessen schlagen derzeit einige Ordnungsbehörden und Sicherheitsexperten Alarm. „Ein Ausgleich oder ordentliche Aufklärung muss hierbei erfolgen“ so Michael Öhlhorn, Freier Sachverständige für Veranstaltungssicherheit und Sicherheitskonzepte, „sonst treibt die Sicherheit zurück, und das nächste Unglück wird nicht lange auf sich warten lassen.“ 
Die Sicherheitsorganisation Vabeg Eventsafety, die Öhlhorn 2004 gründete, warnte längst von Großschadensereignissen. Dringenden Handlungsbedarf und Risiko sieht die Organisation bei Freiluftveranstaltungen durch Unwetter und vor allem Blitzschlag welche derzeit in Arbeitskreisen genau erforscht und Lösungen entwickelt werden, um diese Informationen Veranstaltern zugänglich zu machen.  Zukünftig sollen die Veranstalter die volle Eigenverantwortung ihrer Veranstaltungen haben.  Die Behörde kann meist weder fachlich noch aus Kapazitätsgründen, Veranstaltungen und deren Sicherheitsumsetzungen bewerten.

Externe Fachplaner und Berater als wichtige Schnittstelle

In Zukunft werden externe Fachplaner und Berater eine wichtige Schnittstelle zwischen Behörde und Veranstalter, welche den Überblick über die derzeit 120 relevanten Regelwerke halten sowie die Praxis und die sich immer ändernde Sicherheitskultur der Besucher im Blick behalten.  Die bis heute durchgeführten Veranstaltungen nach dem Vabeg-Verfahren zeigen teils enorme Rückgänge der Hilfeleistungszahlen und eine steigende Besucherzufriedenheit sowie einen vereinfachten Genehmigungsaufwand bei der Behörde. Dies ist neben der ganzheitlichen Planung innovativer Produkte zu verdanken die die Zusammenarbeit der Gewerke aber auch der Besucher ermöglicht.  Im Internet können kostenfrei Publikationen und auch ein Taschenlexikon zu Eventsafety von der Organisation abgerufen werden. (www.vabeg.de)


Fluchtwegeschilder und Sicherheitsbeleuchtung hier auf einem Straßenfest, könnten schon bald ohne rechtliche Grundlage in "der Luft hängen".

Letzte Aktualisierung ( 27.12.2011 )
 
 
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