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Stephan Aue hüllt Hangar Stage des M'era Luna Festivals für Covenant in dichten Nebel
Geschrieben von: cast C.ADOLPH & RST DISTRIBUTION   
Dienstag, den 10. Oktober 2017 um 08:55 Uhr

Bereits seit dem Jahr 2000 ist das M'era Luna Festival weit über die Grenzen der Republik hinaus eine der ersten Adressen für die Freunde der Schwarzen Musik. Und so pilgerten am zweiten Augustwochenende erneut an die 20.000 Fans zum Festivalgelände auf dem Hildesheimer Flugplatz.

Teil des hochkarätigen Line-Ups war auch die schwedische Band Covenant, die mit ihren tanzbaren Elektroklängen bereits seit 1994 fester Bestandteil der Szene ist und entsprechend bei der 2017er Ausgabe des M'era Luna den Headlinerslot der Hangar Stage spielte. Stephan Aue betreute die Band viele Jahre als Lichtdesigner, bevor er aus Zeitgründen an seinen Freund Rico Münzer übergab. Umso größer war seine Freude, beim M'era Luna wieder einmal selbst für Covenant gestalten zu können. 

„Covenant ist ein sehr schönes Projekt und die Anforderungen sind immer sehr speziell und herausfordernd“, sagt Aue über sein Engagement. Und eine Herausforderung sollte es auch diesmal werden...

Eine zuckende Nebelwand wie im Berliner Tresor

„Im Vorfeld zur M'era-Luna-Show erreichte mich der Wunsch des Sängers Eskil Simonsson, ob es denn nicht möglich wäre, sich einmal so einzunebeln, dass keiner in der Halle irgendetwas sieht“, erinnert sich Aue. „Es sollte ein wenig so sein, wie im legendären Berliner Techno-Club Tresor –  nämlich eine zuckende Wand aus Nebel, in der man nichts erkennt, außer pulsierenden Farben und Lichtblitzen.“

Aue, dem eigenen Bekunden nach eher ein Freund des gepflegten Haze als des dichten Nebels, schlug daraufhin eine neue Nebelmaschine von MDG vor, die „schon sehr speziellen und vor allem sehr dichten, weißen Nebel erzeugt“. Man entschloss sich also eine MDG Me2 und eine Me4 zu nutzen und diese zentral in der Bühnenmitte zu platzieren. 

Die Me-Serie von MDG besteht aus Me1, Me2, Me4 und Me8. Alle Modelle der Serie überzeugen durch einen extrem hohen Nebelausstoß und kompakte Bauweise. Im Handumdrehen sind komplette Gebäude oder Sets eingenebelt. Dichte Wolken aus rein weißem Nebel mit hoher Standzeit lassen sich damit sowohl im In- als auch im Outdoorbereich erzeugen. 

Der Nebelausstoß lässt sich jedoch auch stufenlos von 0 bis 100% per DMX/RDM oder manuell am Gerät regeln. Dabei sind die Geräte der Me-Serie 100% dauernebelfähig, denn sie heizen im laufenden Betrieb nach. Unabhängig davon, welche Nebelausstoßmenge eingestellt wurde, produzieren die Me-Generatoren so dauerhaft qualitativ hochwertigen Nebel, solange Fluid oder Gas vorhanden ist.

Aue, der die Geräte bereits bei Pop Meets Classic in Braunschweig im Einsatz hatte, wusste dass er damit genau richtig lag. „Wir hatten bei PMC zwei Showlaser-Einsätze und wünschten uns dafür richtig schweren Nebel, der den Lasereffekt extrem verstärkt und 80er-mäßig wirken lässt. Das hat super funktioniert, war aber auch äußerst dominant. Als Eskil von Covenant also nach 'massive smoke' verlangte, kamen mir sofort die Me-Modelle von MDG in den Sinn.“

Enormer Output und dichtester Nebel mit langer Standzeit

„Bei einem Testaufbau in der AMBION-Ladehalle haben wir nach einem kurzen Versuch schon abbrechen müssen, weil wir schlicht nichts mehr gesehen haben. Und selbst nach dem Öffnen aller Ladetore hat es eine Weile gedauert, bis sich der Nebel gelichtet hat!“, beschreibt Aue den Testlauf. „Die Maßgabe der Band war zwar eindeutig und es hieß, man wolle 'massive smoke without compromise', trotzdem war ich gespannt, wie die Band reagieren würde. Wir hätten rein theoretisch auch eine Me8 nehmen können, die den doppelten Output der Me4 hat, aber ich glaube, damit wären wir übers Ziel hinausgeschossen“, lacht der Lichtdesigner.

Und tatsächlich waren eine Me2 und eine Me4 mehr als ausreichend, um Fotografen und der Videocrew, die die Show streamen sollte, den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. „Das kann man natürlich verstehen, aber letztlich ist der Wunsch des Künstlers hier das Einzige, was zählt“, weiß Aue mit seiner langjährigen Erfahrung. „Der Videomensch bekam letztlich in der Live-Situation in einen Lachanfall, als sich die Halle in Windeseile in eine weiße Wand verwandelte und nichts mehr zu erkennen war außer Licht und Blitze. Aber die Band fand es super. Mission accomplished.“

Fotos: © Daniela Vorndran / www.black-cat-net.de

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Oktober 2017 um 09:03 Uhr