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Nützliches Tool im Test - der RF-Explorer 3 von Monacor
Geschrieben von: O.J.   
Montag, den 06. Mai 2013 um 14:24 Uhr

 

Um den Begriff der digitalen Dividende gab es in den letzten Jahren viele Spekulationen und zum Teil undurchsichtige Änderungen in der Nutzung von professionellen Sendestrecken im Veranstaltungsbereich. Dies wurde durch teils temporär eingeräumte Frequenzräume, welche den professionellen Nutzern zu Verfügung stehen sollen bekräftigt. Letztendlich kann hier zumindest vom Fakt ausgegangen werden, dass es in den Bereichen, welche uns zukünftig zugewiesen werden und bleiben - eng wird. Schließlich ist laut Bundesnetzagentur auch in den zugewiesenen Frequenzbereichen mit örtlichen Interferenzen durch DVB-T sowie LTE zu rechnen, was jeweils vor Ort geprüft werden muss. Wer also wie, bisher seine Senderstrecken, quasi „blind“ an den Start gebracht hat, lässt sich immer mehr auf einen Blindflug ein, und riskiert Störungen durch andere Nutzer. Abhilfe kann hier der RF-Explorer 3 von Monacor schaffen - ein nützlicher und preiswerter HF-Analyzer, der in jedem Handbesteck sein Plätzchen findet.

 

Der RF-Explorer ist ein HF-Spektrum-Analyser, welcher unter gebracht in einem kompakten Aluminium-Gehäuse mit zwei schraubbaren Stab-Antennen ( SMA-Anschluss ), den Frequenzbereich von 15-2700 MHz abdeckt. Laut Hersteller bietet er die Möglichkeit zur Echtzeitüberwachung des genutzten Frequenzbereichs mit Darstellung von Frequenz und Pegel direkt am Gerät über ein hintergrundbeleuchtetes Display, sowie zahlreiche Auto-Marker und Hold-Funktionen zur genauen Träger-Bestimmung. Durch die kostenlos zum Download bereit gestellte Client-Software lässt er sich weiter mit einem Rechner verbinden - dies bietet natürlich eine komfortablere Workstation-Lösung auf umfangreicheren Baustellen.

 

Das Gerät wird in einer robusten Kunststofftasche geliefert, welches neben dem RF-Explorer noch die zwei benötigten Stabantennen und ein USB-Kabel zum Verbinden und Laden des Lithium-Ionen Akkus ( bis 16 Stunden Laufzeit ) über einen konventionellen USB-Port beinhaltet. Firmware-Updates und die PC-Software können unter www.rf-explorer.com herunter geladen werden. Unserem Testgerät lag noch der optional erhältliche Tischhalter bei.

 

 

Nach dem Einschalten des Gerätes wird auf dem hintergrundbeleuchteten LC-Display mit einer Auflösung von 128x64 Pixel zunächst die aktuelle Firmware-Version sowie der Betriebsstatus der Antennen angezeigt. Nach kurzer Zeit startet das Gerät den Spektrum-Analyzer. Dieser beginnt im zuletzt eingestellten Messbereich, was einen schnellen Start der Arbeit ermöglicht. Mit den Pfeiltasten lässt sich horizontal der Frequenzbereich und vertikal der Pegelraum variieren. Durch ein halten der Return-Taste lässt sich die momentane Messung einfrieren. Auf der linken Seite des Displays werden die wichtigste Betriebsinformationen wie beispielsweise Akkulaufzeit und Einheiten. Ein Marker zeigt zudem die derzeit im Spektrum höchste Pegelspitze an. Alles führt auf schnellste und unkomplizierte Messergebnisse hin, da man sich nach kurzer Zeit einen genauen Überblick über die im  gemessenen Frequenzraum befindlichen Träger verschaffen kann und störende Quellen sofort identifiziert werden können. 

 

Über die Menu-Taste gelangt man zunächst in die Auwahl der Grund-Betriebsarten. Diese sind besagter Spektrum-Analyzer, RF Generator und WiFi-Analyzer. Der RF-Generator steht beim RF-3 aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung. In weiteren Untermenus lassen sich neben zahlreichen Betriebsfunktionen grundlegend der gemessene Frequenzbereich sowie die Interpolation einstellen.

 

Äußerst empfehlenswert ist weiter die kostenlos verfügbare Software-Suite ( mittlerweile auch für MAC-OS erhältlich ). Nach Installation der Microsoft.NET Framework 4 Client Profile-Software und dem passenden USB-Treiber lässt sich auch hier problemlos loslegen. In dem Programm lassen sich nicht nur alle Parameter am Gerät unkompliziert bearbeiten - der Screen des Spektrum-Analyzers bietet einfach eine komfortablere grafische Oberfläche für weitergehende Messungen. Diese können selbstverständlich auch zu Referenz-Zwecken gespeichert werden.

 

 

Fazit: Der RF-Explorer 3 bietet dem Techniker ein einfach und schnell zu handhabendes Tool. Im praktischen Einsatz kann man somit einfach sicherer gehen, seine Drahtlos-Anlagen gegen Störungen und Überlagerungen der anderen Parteien zu schützen. Für einen überschaubaren UVP von 289,- stellt der RF-Explorer eine echte Alternative zu ansonsten weitaus kostenintensiverem Messequipment dar.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Mai 2013 um 14:54 Uhr